Fehr et al. (2017): Health assessments for health governance – concepts and methodologies

Im Bereich der Gesundheitsplanung bzw. -verwaltung sind unterschiedliche Instrumente bekannt, die zur Abschätzung bzw. Erhebung von Gesundheitsaspekten eingesetzt werden. Diese Verfahren besitzen das Potenzial zur Brückenfunktion zwischen wissenschaftlicher Forschung und Governance, in dem sie evidenz-basierte Entscheidungsfindung unterstützen wollen.

Die “European Public Health Associaton” (EUPHA) gliedert sich in mehrere Bereiche (Sections), die sich u. a. mit solchen Beurteilungsinstrumenten beschäftigen. Bei einer Umfrage unter den Leitern von neun EUPHA-Sections wurden fünf wesentliche Instrumente identifiziert, darunter auch die GFA. Diese fünf Instrumente werden im oben genannten Artikel beschrieben und deren Potenziale für Health Governance diskutiert.

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WHO expert consultation on the Environment and Health Impact Assessment online platform

Von 25. bis 26. April 2017 fand mit “WHO European Centre for Environment and Health” in Bonn eine Sitzung statt, bei der beraten wurde, wie eine neue Online-Plattform zum Thema GFA und Gesundheit in Umweltfolgeabschätzungen (UVP, SUP, u. a.) aufgebaut werden könnte. Die Teilnehmer/-innen setzten sich aus internationalen Expertinnen/Experten für Gesundheit bzw. GFA und Umweltfragen bzw. Abschätzungsverfahren im Umweltbereich zusammen. Es wurde über unterschiedliche Modelle und Inhalte von verschiedenen (inter-)nationalen Internetseiten berichtet und die Erfahrungen mit diesen geteilt. In der Diskussion über die Inhalte einer solchen Online-Plattform wurden auch Aspekte wie Qualitätssicherung thematisiert.

Die Erkenntnisse dieser Sitzung wurden von den Mitarbeiterinnen/Mitarbeitern der WHO als sehr hilfreich erachtet und werden in die weiteren Planungen zur Erstellung einer „Environment and Health Impact Assessment online platform“ einfließen.

Health Impact Assessments and Health in Environmental Assessments – developing further implementation strategies

Das WHO Regionalbüro für Europa organisierte im September 2015 eine Experten- und Expertinnensitzung zum Thema Gesundheitsfolgenabschätzung (GFA)und Gesundheit in Umweltfolgenabschätzungen. Die Sitzung diente der Diskussion der Anwendung von GFA und der Berücksichtigung von Gesundheit in Umweltfolgeabschätzungen (wie z.B. der Umweltverträglichkeitsprüfung, UVP) in den Mitgliedsstaaten der WHO Europaregion und wie diese bei der Etablierung von GFA und Gesundheit in Umweltfolgeabschätzung gefördert werden kann. Ende 2016 erschien ein Bericht über diese Sitzung online, in dem Länderberichte, Erfahrungen der Expertinnen und Experten sowie Ergebnisse der Diskussionen beschrieben sind.

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Sustainable Development Goals (SDGs) und Shanghai Declaration verdeutlichen Relevanz von Health in All Policies (HiAP)

Die Vereinten Nationen definierten 2015 die 2030 Agenda for Sustainable Development, die 17 Sustainable Development Goals (SDGs) mit weiteren Unterzielen beinhaltet. Diese 17 Ziele umfassen ein breites Spektrum an Themen hinsichtlich Menschen und Umwelt. Wenn auch nur das Ziel 3 (Gesundes Leben sicherstellen und das Wohlergehen für alle Menschen in jedem Alter fördern) Gesundheit direkt thematisiert, wirken sich alle 17 Ziele auf Gesundheit aus.

Im November 2016 wurde bei der neunten internationalen Gesundheitsförderungskonferenz die Shanghai Declaration on promoting health in the 2030 Agenda for Sustainable Development der WHO vorgestellt, in der die Wichtigkeit der Umsetzung der SDGs im Sinne von HiAP hervorgehoben wird.

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Gruber G., Türscherl E. (2016): HTA und GFA (HIA) in Österreich – Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Health Technology Assessment (HTA) und Gesundheitsfolgenabschätzung (GFA) – international als Health Impact Assessment (HIA) bekannt – sind beides Instrumente, die Wissen aufbereiten und mit deren Ergebnissen und Empfehlungen Entscheidungsprozesse unterstützt werden können. Die beim HTA bzw. bei der GFA angewendeten Vorgehensweisen unterscheiden sich jedoch in einigen Punkten. Im vorliegenden Artikel werden die beiden Instrumente näher beschrieben und es wird der Frage nachgegangen, worin zentrale Gemeinsamkeiten und Unterschiede bestehen. Der Fokus liegt dabei auf den in Österreich verwendeten Definitionen und Anwendungsgebieten von HTA und GFA. Im Folgenden wird auch untersucht, ob und wie die beiden Instrumente sinnvoll miteinander kombiniert werden könnten.

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Aschemann R., Neuhold B., Gruber G., Türscherl E. (2015): Gesundheitsfolgenabschätzung in Österreich – ein aktueller Überblick

Die menschliche Gesundheit zählt sowohl bei der Umweltverträglichkeitsprüfung als auch bei der Strategischen Umweltprüfung zu den wesentlichen Schutzgütern und stellt bei einer Gesundheitsfolgenabschätzung (GFA) den maßgeblichen Fokus dar. In Österreich hat sich in den letzten Jahren eine Vielzahl von GFA-Aktivitäten entfaltet, die in einem Überblicksartikel vorgestellt werden.

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European Commission (2015): Assessment of the Social Impact of the new Stability Support Programme for Greece

Im August 2015 wurde im Auftrag des Europäischen Stabilitätsmechanismus ein neues Unterstützungsprogramm für Griechenland beschlossen. Dieses enthält eine Absichtserklärung mit den detaillierten Bedingungen, die mit dieser finanziellen Unterstützung verbunden sind.

Im Auftrag von Präsident Juncker hat die Kommission ein Social Impact Assessment (SIA) dieser Absichtserklärung erstellt, um sowohl den Verhandlungsprozess von Seiten der Kommission voranzutreiben als auch die Folgen zu lenken und deren Implementierung zu überwachen. Bereits im Jahr 2014 war festgehalten worden, dass in Zukunft jedes Unterstützungs- und Reformprogramm nicht nur bezüglich seiner finanziellen Nachhaltigkeit sondern auch bezüglich seiner sozialen Auswirkungen beurteilt werden sollte – nicht zuletzt deshalb, um die sozialen Effekte von Strukturreformen öffentlich zu diskutieren.

Die Kommission hat wiederholt darauf bestanden, dass die Absichtserklärung die sozialen Gegebenheiten berücksichtigt. Das beinhaltet Maßnahmen zur Unterstützung der verwundbarsten Gruppen und die Sicherstellung einer gerechten Aufteilung des Umstellungsprozesses, etwa durch die Einführung eines garantierten Mindesteinkommens und die Schaffung einer allgemeinen Gesundheitsversorgung.

Das durchgeführte Assessment zeigt sozial relevante Herausforderungen, Strategien und Reformen für Griechenland angesichts des neuen, soeben beschlossenen Unterstützungsprogramms auf. Eine stabile gesamtwirtschaftliche und politische Umwelt ist eine Voraussetzung zur Erhöhung des Lebensstandards und zur Verbesserung der sozialen Bedingungen.

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GFA im Rahmen-Gesundheitsziele-Plenum am 20. März 2015

Im Bericht der AG 1 (gesunde Lebens- und Arbeitsbedingungen) wird die GFA als zentrale Maßnahme genannt. Dies wurde zum Anlass genommen, das Instrument GFA im R-GZ-Plenum zu präsentieren und im Rahmen eines interaktiven Workshops Eindrücke zur praktischen Durchführung zu vermitteln. Die Mitglieder des Plenums führten in Kleingruppen Sichtungen zu zwei unterschiedlichen Themen („Ausbildungspflicht“, Mountainbiken im Wienerwald) durch und präsentierten ihre Ergebnisse anschließend im Plenum. Der Workshop wurde von der GFA Support Unit gestaltet und gemeinsam mit Vertretern aus dem GFA-Lenkungsausschuss umgesetzt.

WHO (2014): Health in Impact Assessments – Opportunities not to be missed

Prospektive Folgenabschätzung stellt eine anerkannte und mittlerweile weltweit eingesetzte Vorgehensweise dar, die für Politik und Entscheidungsträger/-innen den Blick in die Zukunft anstrebt. Es besteht Übereinstimmung darüber, dass – sogar in gut aufgebauten Folgenab-schätzungen - die menschliche Gesundheit nicht immer entsprechend berücksichtigt wird. Zum Teil als Antwort darauf hat sich die Gesundheitsfolgenabschätzung entwickelt, die in einigen europäischen Ländern, aber auch darüber hinaus, Anwendung findet. Die Meinungen über die Vorteile, eine Gesundheitsfolgenabschätzung, getrennt von anderen Formen von Folgenabschätzungen durchzuführen, gehen allerdings auseinander.

Die genannte Publikation wirft einen detaillierten und ausgewogenen Blick auf "Gesundheit in Folgenabschätzungen". Fünf grundlegende Formen von Folgenabschätzungen (Umweltverträglichkeitsprüfung, strategische Umweltprüfung, Sozialverträglichkeitsprüfung, Nachhaltigkeitsprüfung, Gesundheitsfolgenabschätzung) werden präsentiert. Dabei werden folgende Schlüsselfragen diskutiert:

  • Wie können die unterschiedlichen Abschätzungen zu Förderung und Schutz der menschlichen Gesundheit beitragen?
  • Wie kann die weitere Integration von Gesundheit die unterschiedlichen Formen von Folgenabschätzungen unterstützen und welche Arten der Einbeziehung erscheinen empfehlenswert?
  • Was sind die Prioritäten für die weitere Entwicklung?

Die im Rahmen der Publikation durchgeführte Analyse deutet darauf hin, dass das Potenzial von Folgenabschätzungen bezüglich Schutz und Förderung von Gesundheit nicht genutzt wird und eine versäumte Gelegenheit darstellt. Es ist daher notwendig Wege zu finden, dieses Potenzial in einem größeren Umfang auszuschöpfen.

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Rahmen-Gesundheitsziele für Österreich – Phase 2

Mit Anfang 2013 wurde Phase 2 „Erarbeitung eines konkreten Strategie- und Maßnahmenkonzeptes“ des Rahmen-Gesundheitsziele-Prozess gestartet. Am Beginn dieser Phase wurden vom Plenum vier Rahmen-Gesundheitsziele (R-GZ) für die Operationalisierung zeitlich priorisiert: R-GZ 3 (Gesundheitskompetenz), R-GZ 6 (Gesundes Aufwachsen), R-GZ 1 (Gesunde Lebens- und Arbeitsbedingungen) und R-GZ 2 (Gesundheitliche Chancengerechtigkeit).

Die Berichte der Arbeitsgruppen zu R-GZ 3 und R-GZ 6 stehen auf der Website der Rahmen-Gesundheitsziele zum Download zur Verfügung. Die Arbeiten der Arbeitsgruppen zu R-GZ1 und R-GZ2 sollen noch im Jahr 2014 abgeschlossen werden.

Im September 2014 haben die Arbeiten zum R-GZ 8 (Bewegung) begonnen.

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Harris P. et al. (2014): The fit between health impact assessment and public policy: practice meets theory

In den letzten Jahren stieg der Einfluss von GFA auf die öffentliche Politik, auch außerhalb des Gesundheitsbereichs. Bei der GFA handelt es sich um einen strukturierten, linearen und technischen Prozess, der einen umfassend definierten Gesundheitsbegriff in die Politik einbringen will. Dies ist jedoch der komplexen, nichtlinearen und taktischen Vorgehensweise des politischen Handelns, die Gesundheit nicht berücksichtigt, entgegengesetzt. Diese Studie erklärt daher anhand der Theorie der öffentlichen Politik die Erfahrungen von GFA-Anwenderinnen/Anwendern und untersucht, wie GFA und öffentliche Politik zusammenpassen. Hierfür wurden die empirischen Erkenntnisse aus neun detaillierten Interviews mit internationalen GFA-Anwenderinnen/Anwendern im Hinblick auf die Theorie der öffentlichen Politik analysiert.

Artikel verfügbar in: Social Sciences & Medicine, Vol. 108 (2014), S. 46-53

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Center for Community Health and Evaluation (2014): Do Health Impact Assessments Make a Difference? A National Evaluation of HIAs in the United States.

Das Center for Community Health and Evaluation (CCHE) führte 2012/2013 eine detaillierte Studie durch, in der die Einflüsse von 23 US-amerikanischen GFAs evaluiert und die Faktoren zur Maximierung der Auswirkungen identifiziert wurden. Dieser Bericht stellt die erste US-amerikanische Studie über GFAs dar, die die Perspektive der Entscheidungsträger/innen in den Fokus stellt. Der Kurzbericht zeigt auf, wie GFAs die Entscheidungsfindung ändern und unterstreicht die Evidenz, dass GFAs auch zu besseren sektorenübergreifenden Beziehungen, zur verstärkten Anhörung von Gemeinden und zu langfristigen Veränderungen, die über die anfängliche Entscheidung hinausgehen, führen können.

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Centers for Disease Control and Prevention (2013): A Practitioner's Guide for Advancing Health Equity: Community Strategies for Preventing Chronic Disease

„A Practitioner’s Guide for Advancing Health Equity“ richtet sich an Personen, die im Bereich Public Health arbeiten und die durch gezielte Interventionen in Bevölkerungsgruppen gesundheitliche Chancengerechtigkeit forcieren wollen. Der Guide beinhaltet eine Auswahl von evidenz- und praxisbasierten Strategien zur Förderung gesundheitlicher Chancengerechtigkeit, die vor Ihrer Anwendung hinsichtlich ihrer Eignung im interventionsbezogenen Kontext zu prüfen und allenfalls zu adaptieren sind.

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O'Mullane (2013): Integrating Health Impact Assessment with the Policy Process Lessons and experiences from around the world

Das Buch Integrating Health Impact Assessment with the Policy Process beschreibt wie GFA in die Politikgestaltung und in politische Entscheidungsprozesse integriert werden kann. Eingangs wird der grundsätzliche Ablauf eines GFA Prozesses dargestellt. Anschließend werden Erfahrungen zur Eingliederung von GFA und Politikgestaltung aus der internationalen GFA Praxis geschildert. Das Buch beinhaltet Checklisten und kurze Zusammenfassungen wichtiger Punkte, die das Verständnis des Instruments GFA und dessen Bedeutung für die Politikgestaltung für den Leser bzw. die Leserin erleichtern sollen.

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WHO (2013): Cross-country analysis of the institutionalization of Health Impact Assessment

In diesem Bericht der WHO vergleichen die Autorinnen und Autoren das Ausmaß der Institutionalisierung von GFA. Für ihre Analyse haben sie Interviews mit 13 Personen aus relevanten Bereichen wie Politik und Wissenschaft verschiedenster Länder geführt. Ein zentrales Ergebnis der Gespräche ist, dass das Ausmaß der Institutionalisierung von GFA zwischen und innerhalb der einzelnen Länder variiert.

WHO_2013_Cross-Country Analysis of the institutionalization of HIA

Rahmen-Gesundheitsziele für Österreich

Die Bundesgesundheitskommission und der Ministerrat haben im Sommer 2012 die zehn Rahmen-Gesundheitsziele für Österreich beschlossen.

Die Rahmen-Gesundheitsziele sollen dazu beitragen, die Gesundheit der Bevölkerung in Österreich nachhaltig zu verbessern. Konkret sollen in den nächsten zwanzig Jahren die in Gesundheit verbrachten Lebensjahre im Durchschnitt um zwei Jahre steigen.

Die definierten Rahmen-Gesundheitsziele sind ein wichtiger erster Schritt in Richtung einer gemeinsamen Strategie "Gesundheit für alle". Sie sollen abgestimmtes, zielgerichtetes Handeln stärken, sowohl in der Gesundheitsförderung und bei der Krankenversorgung als auch in Bereichen, die außerhalb des Gesundheitssystems zur Gesundheit der Bevölkerung beitragen, zum Beispiel im Bildungs- oder im Umweltbereich.

Die zehn Rahmen-Gesundheitsziele wurden unter aktiver Beteiligung von mehr als 30 unterschiedlichen Institutionen erarbeitet. Zusätzlich haben 4.300 BürgerInnen meinungsgebend über die Internet-Plattform mitgewirkt. Das Ergebnis des einjährigen Prozesses - zehn Rahmen-Gesundheitsziele für Österreich - steht nun zur Verfügung.
Richtungsweisende Vorschläge für ein gesünderes Österreich (Kurzfassung)

Ein ausführlicher Bericht zu den Rahmen-Gesundheitszielen ("sog. Langfassung") ist absofort auf der Rahmen-Gesundheitsziele Website downloadbar. In der Langfassung wird bei Ziel 1 (Gesundheitsförderliche Lebens- und Arbeitsbedingungen für alle Bevölkerungsgruppen durch Kooperation aller Politik- und Gesellschaftsbereiche schaffen) das Instrument GFA bei den möglichen Handlungsfeldern für die Umsetzung vermerkt.
Richtungsweisende Vorschläge für ein gesünderes Österreich (Langfassung)

Basierend auf einem Beschluss der Bundesgesundheitskommission werden ab Herbst 2012 als Basis zur Erarbeitung von Maßnahmen eine Ist-Standsanalyse durchgeführt sowie Messindikatoren formuliert.

Weiterführende Informationen zu den Rahmen-Gesundheitszielen finden sich im Internet: externer Link

GFA-Informationsveranstaltung für Mitarbeiter/innen der Stadt Graz und Holding Graz

Am 11. Juni 2012 fand in Graz eine zweistündige Informationsveranstaltung zum Thema „HIA – Health Impact Assesment“ („GFA Gesundheitsfolgenabschätzung“) für die Mitarbeiter/innen der Magistrates der Stadt Graz und der Holding Graz statt. Ziel der Veranstaltung war es, GFA als Instrument vorzustellen und über Möglichkeiten der Anwendung zu diskutieren. Vortragende der Veranstaltung waren Sabine Haas, von der Gesundheit Österreich und Martin Sprenger, Public Health Experte. Zentrale Diskussionspunkte waren der Nutzen aber auch mögliche Risiken der Anwendung von GFA in der Stadtverwaltung als Instrument zur Entscheidungsunterstützung.

EU-Projekt Crossing Bridges

Die Gesundheit Österreich GmbH ist an einem von der europäischen Kommission finanzierten Projekt zum Thema „Health in all Policies“ (HiaP) beteiligt. Das Projekt „Crossing Bridges“ unter Leitung von EuroHealthNet erarbeitete praktische Schritte zur Etablierung und Implementierung von HiaP in den europäischen Mitgliedstaaten. Das Projekt baute dabei auf das Vorgängerprojekt „Determine“ auf und bestand aus 14 Partnern und 12 Kollaborationspartnern in Europa. Die Hauptaufgaben bestanden in der Ausarbeitung und Entwicklung von Methoden (Erfolgsfaktoren) für HiaP basierend auf Analysen von Good-Practice-Modellen und dem Aufbau bzw. der Verbreitung von Expertise. Als österreichische Beispiele für intersektorale Zusammenarbeit wurde STEP05 aus Wien und der Masterplan Radfahren ausgewählt. Basierend auf diesen Ergebnissen und den bereits entwickelten HIA Werkzeugen wurde ein Trainingsprogramm für HiaP entwickelt. Ergebnisse der Vorgängerprojekte und laufende Entwicklungen können unter http://www.health-inequalities.eu/health-inequalities/Crossing_Bridges.html abgerufen werden sowie unter www.goeg.at.“

Der Abschlussbericht des Projektes liegt nun auch in deutscher Sprache vor. Download

Health in All Policies

Health in All Policies: An EU literature review 2006-2011 and interview with key stakeholders

Rob Howard und Stephen Gunther publizierten im Mai 2012 ihre Arbeit zu Health in All Policies. Ziel des Berichts war es, die Möglichkeiten und Barrieren der Implementierung für den Health in All Policies Ansatz in der EU aufzuzeigen. Für die Implementierung von Health in All Policies wurde die GFA als relevantes Instrument identifiziert und deren Anwendung diskutiert.

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